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Altstadt im Ausnahmezustand

Ketzin feiert sein seit 1939 bestehendes Fischerfest

riesenwels.jpgDer Ausnahmezustand ist vom 19.-21. august in der Ketziner Altstadt an der Havelpromenade zu erwarten. Das Havelstädtchen feiert ein traditionelles fischerfest. Eione Tradition immerhin schon seit 1939.

Zwischen 20.000 und 30.000 besucher erlegen alljährlich dieses Fest. Einer von vielen Höhepunkten wird der große Fischzug an der Havelpromenade sein, wenn Fischermeister Lutz Schröder Fischerkönigin carolin Sommerfeld in seinen Fischerkahn hievt und beide das mehrere hundert Meter lange Zugnetz auslegen.

Diese Tradition reicht allerdings viel weiter zurück als das Fischerfest selbst. Früher begannen die Fischer immer im August - nach der Getreideernte - mit dem "großebn Garb", dem Zugnetz, zu fischen. Zum ersten Zug, dem "Herrenzug" wurde das Netz unmittelbar vor der Stadt ausgelegt. Den Fank bekamen nach alter Überlieferung die Honoratioren der Stadt, die sich mit einer Gegengabe bei den Fischer bedankten.

 

Abgewandelt läuft dieses Spektakel am Sonnabend und Sonntag, immer von 13.00 Uhr an, noch heute ab. Allerdings werden die Fische mit launigen Sprüchen heutzutage gemeinsam vom Bürgermeister, dem die Fischerkönigin assistiert, dem Fischermeister unnd dem bewährten Aktionator Udo Feist meistbietend versteigert.

Da passiert es schon, wie im vergangenen Jahr geschehen, dass ein 60 Kilo schwerer Wels ins Netz geht. Die "Gegengabe" besteht neuzeitlich in einer Flasche Hochprozentigem.

Eröffnet wird das dreitägige Spektakel am kommenden Freitag um 18.00 Uhr auf der festwiese von Fischerkönigin Carolin Sommerfeld gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Lück. Fischermeister Lutz Schröder gibt mit seiner Plauer Schützengilde und einem nicht zu überhörenden Salut den Startschuss zur Fischerparty.

Wer das Markttreiben an der Havelpromenade überwuenden hat, findet danach eine ruhige gastronomisch bestens ausgestattete Bummelmeile, an deren Ende es zeitweilich allerdings recht ruppig zugehen kann.  Hier ist der Mittelaltermarkt, der neben Schwertkämpfern auch vielfältige Spezialitäten anbietget.

Die Veranstalter von Redo Catering und Event versprechen ein 60-Stunden-Programm auf der Festwiese und entlang der Havelpromenade. Am Sonntag endet das Fest gegen 21.30 Uhr an der Havelpromenade mit einem "Feuerwerk der Extraklasse".

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, Parkplätze sind eingerichtet.

Von Wolfgang Balzer im Brandenburger Wochenblatt vom 14. August 2011




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