Ketzin, Brandenburg




Im Vorfeld des Ketziner Fischerfestes sprach die Preussen-Spiegel-Redaktion mit Birgit Behr - Mitverantwortliche für den Festumzug.
PS: Frau Behr, Sie sind Abgeordnete in der Ketziner Stadtverordnetenversammlung und mitverantwortlich für den großen Festumzug beim Fischerfest. Wann wurde das diesjährige Motto für den Festumzug geboren?
Birgit Behr: In der Nacht nach dem Fischerfest 2010 konnte ich nicht schlafen. Ich bin um zwei Uhr morgens aufgestanden und habe die Idee für unser diesjähriges Fest ausgebrütet. Ich mag Geschichte, die greifbar ist, und an die viele Ketziner ihre eigenen Erinnerungen haben. Deshalb stellen wir diesmal das Ketziner Handwerk und Gewerbe vor 100 Jahren dar. Der Kolonialwarenladen von Herrn Fricke ist ein Beispiel dafür. Für uns Kinder war das ein kleines Paradies wegen des Spielzeugs und der Süßigkeiten. Überhaupt hatte das damalige Ketzin viele Geschäfte und Handwerksbetriebe.
PS: Wie wird das zum Fischerfest dargestellt?
Birgit Behr:Zum einen im Umzug durch die zeitgemäße Kleidung der Teilnehmer und viele Utensilien aus dem Anfang des vorigen Jahrhunderts. Die Kinder aus dem Hort „Havelfrüchtchen“ haben zum Beispiel eine Kutsche aus Pappmache gebastelt und tragen sie beim Umzug durch die Straßen. Schneiderin Kathrin Sellenthin aus der Änderungsschneiderei nähte extra für das Fest wunderhübsche blaugestreifte Kinderkleider. In der ehemaligen Königstraße werden an etwa 20 Häusern Baupläne und Fotografien hängen, die zeigen, wie die heutige Rathausstraße früher ausgesehen hat. Das ist alles sehr interessant und hat viel Arbeit gemacht. Deshalb möchte ich allen ehrenamtlichen Helfern besonders danken. Ohne sie wäre der Umzug nicht möglich.
Quelle: Preussenspiegel vom 08.08.2011
>